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Pressemitteilung vom 1. Juli 2010

Flutlichtanlage entpuppt sich als Fehlinvestition

GAL fragt: War Insolvenz des FC Eintracht schon vorher bekannt?

„Die Stadt hat sich wie ein Dummkopf über den Tisch ziehen lassen“, das vermutet die GAL-Stadtratsfraktion und geht davon aus, dass ihre schlimmsten Befürchtungen wahr werden. Ins Visier nehmen die Grünen mit ihrer jüngsten Anfrage die Finanzierung der 1,2 Mio Euro teuren Flutlichtanlage am Volksparkstadion, die dem 1. FC Eintracht ein Mitspielen in der Regionalliga ermöglichen sollte.

Doch nun ist der 1. FC Eintracht insolvent und steht vor der Auflösung. Die millionenschwere Investition explizit zugunsten dieses einen Vereins ist nach Ansicht von GAL-Fraktionsvorsitzendem Wolfgang Grader nun „für die Katz“, denn für alle sonstigen Nutzungen des Stadions hätte eine viel einfachere Beleuchtung ausgereicht.

Hinzu kommt, dass der Verein sich verpflichtet hatte, einen Teil der Kosten mit zu finanzieren und das Stadion regelmäßig zu mieten, was nun beides als Einnahme für die Stadt wegfällt. Grader will deshalb genau wissen, wie hoch die Verluste für die Stadt sind. Die GAL hatte von Anfang an vor diesem „Deal“ gewarnt und wegen der hohen Kosten dagegen gestimmt.

Nun erhärtet sich nach Graders Einschätzung auch noch folgender Verdacht: „Es sieht so aus, als ob die Insolvenz des Vereins zu dem Zeitpunkt schon bekannt war, als der Stadtrat die Mittel für die Flutlichtanlage bereit stellte. Klar ist, dass eine schwache Stadtratsmehrheit dem starken Druck der Sportlobby nachgegeben hat. Wir müssen jetzt klären, ob dazu auch noch Täuschung vorlag.“ In jedem Fall sei die Flutlichtanlage ein Fall für den Bund der Steuerzahler, so Grader, insbesondere angesichts dessen, dass die Stadt für Schulen, Kindergärten und soziale Projekte immer weniger Geld zur Verfügung stelle.