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Pressemitteilung vom 17. Mai 2010

Welche Mittelschulen wird es in Bamberg geben?

GAL kritisiert Mittelschulen als „Sterbehilfe für Hauptschulen“

 

Ab kommendem Schuljahr wird es in Bayern zahlreiche Mittelschulen geben, eine Weiterentwicklung der jetzigen Hauptschulen. Während im Landkreis mehrere Hauptschulen bereits zu so genannten Mittelschulverbünden zusammen geschlossen haben, ist davon in der Stadt Bamberg noch wenig zu hören. Deshalb fragt die Stadtratsfraktion der Grün-Alternativen Liste GAL nun in einem Antrag nach.

Ihr schulpolitischer Sprecher Wolfgang Grader will wissen, welche Mittelschulen bzw. Verbünde es geben wird, inwieweit SchülerInnen, Eltern und Lehrkräfte an der Planung beteiligt sind, welche Folgen es für die Schulsprengel gibt und wo es offene bzw. gebundene Ganztagsklassen bzw. M-Klassen geben wird.

In einer Pressemiteilung bezweifelt Grader die Nachhaltigkeit des bayerischen Konzepts der Mittelschulen. Mit allen Mitteln würden das dreigliedrige Schulsystem und die damit einhergehende frühe Trennung der SchülerInnen beibehalten. „Solange man nur die Hauptschulen zu Mittelschulen umetikettiert, solange wird es keine positiven Veränderungen geben - im Gegenteil!“ Es handle sich um „kaschierte Sparmaßnahmen“, so Grader, da kleinere Klassen nun leichter zusammengefasst werden können.

Unbestritten ist aber nach Ansicht der Grünen, dass schon aufgrund des demografischen Wandels eine Änderung des Schulsystems dringend ansteht, denn der Schülerschwund zeichnet sich für die kommenden Jahre eindeutig ab,. Mit der Einführung der Mittelschulen verschiebe man diese Tatsache nur um einige Jahre, anstatt gleich „Nägel mit Köpfen“ zu machen. Für Bamberg wünscht Grader, dass alle Hauptschulstandorte erhalten bleiben.