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Pressemitteilung vom 19. Januar 2010

„Wahlkampfgetöse um Schlüsselzuweisungen“

GAL: Populistischer Schlagabtausch um den OB-Sessel ist zu wenig sachlich

 

„Der Wahlkampf hat begonnen – von jetzt an raufen sich SPD und CSU auf offener Stadtratsbühne um den Oberbürgermeistersessel“, so kommentierte die stellvertretende GAL-Fraktionsvorsitzende Ursula Sowa die jüngst losgetretene Debatte um zusätzliche Schlüsselzuweisungen. Mit eigenen sachlichen Finanzanträgen will sich die GAL nun im Finanzsenat einbringen.

Dass die CSU dem OB „unseriöse Haushaltsführung“ vorwirft, und im Gegenzug die SPD der CSU „Bürger-Täuschung“, ist nach Ansicht der Grünen reines populistisches Wahlkampf-Getöse. Denn: „Beide Fraktionen haben diesen Haushalt einstimmig mitgetragen! Da mutet es schon komisch an, wenn sich die Konkurrenten nun gegenseitig welche Schuld auch immer in die Schuhe schieben wollen“, so Sowa.

Auch die Rolle des Kämmerers sehen die GAL-StadträtInnen einigermaßen kritisch. „Wenn Herr Felix von unangemessenem Luxus spricht, den sich die Stadt leistet“, meinte der finanzpolitische GAL-Sprecher Peter Gack, „so ist nicht nachzuvollziehen, warum der GAL-Vorschlag im Frühjahr 2009, alle Großprojekte auf den Prüfstand zu stellen, keine Zustimmung fand.“ Jetzt plötzlich über dramatische Auswirkungen zu jammern, sei angesichts dessen mehr als verwunderlich. Und in Richtung des Oberbürgermeisters gerichtet, ergänzte Gack: „Wer sich ein neues Hallenbad für 38 Mio Euro und eine Landesgartenschau für 19 Mio Euro als Trittbretter für die OB-Wahlen 2012 gönnt, kann sich nicht ernstzunehmend auf sparsame Vernunft berufen.“

Die GAL hält den finanzpolitischen Schlagabtausch deshalb für ebenso durchsichtig wie hinderlich. „Selbstverständlich hat der Stadtrat die Budgethoheit und sollte nach eingehenden Beratungen im Finanzsenat eine Entscheidung über die zusätzlichen Millionen aus den Schlüsselzuweisungen treffen. Aber diese Diskussion sollte sachlich verlaufen und nicht ständig auf Stimmenfang für 2012 schielen.“ Dabei gebe es ebenso gute Argumente für Sparsamkeit wie für gezielte Investitionen. Die GAL selbst will die Mehreinnahmen so verwenden: für die Schuldentilgung bzw. Rücklagenbildung, für den Bauunterhalt zugunsten von Klimaschutz und örtlichen Betrieben sowie für die Weiterentwicklung des Bahnhofsvorplatzes.