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Pressemitteilung vom 24. Juli 2009

Hainbad soll EU-Badegewässer werden

GAL sieht in einem EU-Monitoring die Chance, das Familienbad für Groß und Klein zu erhalten

 

Die Regnitz beim Hainbad sowie bei den anderen beiden Bamberger Schwimmvereinen soll von der Stadt bei der Europäischen Union als Badegewässer angemeldet werden. Mit diesem Antrag will GAL-Stadträtin Ulrike Heucken das Thema Hainbad nochmals vor der Sommerpause auf die Tagesordnung des Stadtrates bringen. Laut Heucken tritt sofort nach der Anmeldung ein Monitoring gemäß der neuen EU-Badegewässerrichtlinie in Kraft. Während des Monitorigs würden regelmäßige Wasserproben entnommen und Untersuchungen gemacht – nach vier Jahren werde das Gewässer endgültig auf seine Badetauglichkeit eingestuft, so Heuckens. Mit ihrem Antrag fand sie schon breite Zustimmung bei den Stadtratskollegen, als sie diesen bei der Vollsitzung im Mai vorbrachte.

Ulrike Heucken hofft, dass auf diese Weise bereits im nächsten Jahr das von der Stadt ausgesprochene Badeverbot an diesen Stellen aufgehoben werden kann, weil nach ihren Informationen die Wassergüte heute schon den Werten entspricht, die nach EU-Norm das Baden zulassen. "Das derzeit geltende städtische Badeverbot stützt sich hingegen darauf, dass das Baden halt schon seit Jahren verboten ist, und auf eine aktuelle Stellungnahme des Gesundheitsamts, die aber das Baden lediglich 'nicht empfiehlt'."

Hoffnung setzt die GAL auch auf die Zielrichtung der neuen EU-Badegewässerrichtlinie. Derzufolge sollen die Gewässer an Stellen, wo Menschen üblicherweise baden, so verbessert und gesichert werden, dass das Baden auch ohne Gefahr und Schaden möglich ist. "Nicht der Mensch muss den Gefahren weichen, sondern umgekehrt", betont Heucken.

Realistisch sieht Heucken, dass in dem aufgebrachten "Dilemma aus Haftungsrisiken und juristischen Spitzfindigkeiten" in dieser Saison leider keine zufriedenstellende Lösung mehr erreichbar sein wird. Für nächstes Jahr hofft die GAL-Stadträtin jedoch darauf, dass FlussfreundInnen auf eigene Gefahr legal in der Regnitz schwimmen können, und dass das Kinderschwimmbecken wieder mit Wasser statt Sand gefüllt wird, sowie dass es auch wieder einen Angestellten vor Ort gibt, der sich um die Einhaltung der Ordnung kümmert. Dies entspricht auch dem Willen der 2700 UnterzeichnerInnen der Unterschriftensammlung, die dem OB übergeben wurde.