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Pressemitteilung vom 15. Juni 2000

Bamberg in 30 Jahren

GAL will Teilnahme an Wettbewerb "Stadt 2030"

 

"Wie soll Bamberg im Jahr 2030 aussehen?" Keine zufällige Frage, sondern genau die Frage, die sich Bamberg stellen muss, wenn es tatsächlich an einem bundesweiten Ideenwettbewerb unter deutschen Städten teilnimmt. Das jedenfalls will GAL-Stadtrat Wolfgang Budde im Namen seiner Fraktion erreichen, die bei ihrer letzten Sitzung diskutierte, wie man die "versackte Leitbild-Diskussion" in Bamberg wieder in Schwung bringen könnte.

Wolfgang Budde stellte den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten Wettbewerb mit dem Titel "Stadt 2030" vor. Ziel des Wettbewerbes sei es, Städte bei ihrem Abschied von kleinräumigen und kurzfristigen Planungen zu unterstützen und eine ganzheitlich durchdachte Entwicklung anzustreben. Dabei sollten, und das sei das Besondere an diesem Ansatz, ökonomische, ökologische, kulturelle und soziale Aspekte miteinander verzahnt werden.

"Wesentliches Element des Wettbewerbs ist die Unterstützung der Stadt bei der Entwicklung eines Leitbildes. Da in Bamberg die Leitbilddiskussion auf der Ebene der Verwaltungsspitze stecken geblieben ist, ist Anregung von außen nötig", stellte Budde fest. Es sollte seiner Ansicht nach so sein, dass die Bürger und Bürgerinnen an diesem Prozess wesentlich beteiligt werden. Der sozialpolitische Sprecher der GAL verspricht sich davon nicht nur eine breite Diskussion, deren Ergebnisse Orientierungsfunktion für die Zukunft haben könnten, sondern auch eine höhere Akzeptanz der Bürger und Bürgerinnen für politische Entscheidungen, die in Einklang mit dem erarbeiteten Leitbild stehen.

"Der Wettbewerb "Stadt 2030" fördert den Dialog in der Verwaltung und zwischen Verwaltung und Bürgerschaft. Dialog wiederum bringt Ideen und Visionen hervor – genau das, was wir in Bamberg brauchen", so Buddes Überzeugung.

Budde hofft bei der Behandlung seines Antrags im Stadtrat auf die Zustimmung der anderen Fraktionen. Die Teilnahme an dem Wettbewerb "Stadt 2030" verspreche nicht nur eine Fülle von Anregungen, sie motiviere auch Verwaltung und Bürgerschaft, und nicht zuletzt, so Budde, "könnte sich Bamberg - bei einer erfolgreichen Teilnahme - auch überregional als moderne und offene Bürgerstadt profilieren".