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Pressemitteilung vom 11. April 2000

Industriedenkmäler sollen erfasst werden

 

Das alte E-Werk, der Kaliko-Ziegelbau, die Lokomotivschuppen oder die ERBA-Bauten – alles Industriebauten, die inzwischen unstrittig als Denkmäler anerkannt sind. Damit nicht nur diese, sondern auch andere, bisher eher unbekannte industrielle Gebäude und Anlagen erhalten bleiben, beantragte GAL-Stadträtin Petra Friedrich nun eine Topografie technischer Denkmale. In ihrem Antrag plädiert Friedrich dafür, "diese historischen Zeugen der Industrialisierung im 19. Jahrhundert ernst zu nehmen und ihre teilweise sehr anspruchsvolle Architektur zu würdigen". Eine umfangreiche Erfassung aller schutzwürdigen technischen Denkmale ist nach ihrer Ansicht die Voraussetzung dafür, eine jeweils angemessene neue Nutzung zu finden. Oft seien diese alten und statisch belastbaren Industriebauten hervorragend für gewerbliche Betriebe geeignet. "Diese historischen Gewerbeflächen mit ihrem eigenen Flair müssen mit Fingerspitzengefühl vermarktet werden, dann finden auch geeignete Investoren Geschmack daran", zeigt sich die Denkmalschutzexpertin der GAL zuversichtlich. Die beantragte Topografie der Industriedenkmäler sollte nach Petra Friedrichs Vorstellung in Zusammenarbeit von Denkmalbehörden, Heimatpflege und Universität erstellt werden.