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Pressemitteilung vom 12. Juli 2002

Bald Bäume in der Königstraße?

Geschäftsviertel Luitpoldeck könnte davon profitieren

 

"Seit Jahren bemühen wir uns um mehr Attraktivität und neue Impulse für Handel und Gastronomie." Ted Neumann, Vorsitzender der Interessengemeinschaft IG Königstraße-Luitpoldstraße, will nun endlich Ergebnisse. So äußerte er sich bei der öffentlichen Fraktionssitzung der GAL im Nebenzimmer der Gaststätte Spezial.

"Die Leute hier müssen sehen, dass etwas passiert, dass es eine positive Entwicklung mit Zukunftsperspektiven gibt", so Neumann. Auch Spezial-Inhaber Christian Merz bekräftigte, dass die Leute im Viertel händeringend auf Unterstützung von Seiten der Kommunalpolitik warten.

Als konkretes Vorhaben hat sich die Interessengemeinschaft eine Begrünung der Königstraße vorgenommen, zunächst zwischen Ketten- und Luitpoldbrücke: In großen Holzbohlenkübeln sollen an geeigneten Stellen am Straßenrand Bäume gepflanzt werden. Nach Auskünften der Stadtwerke ist die Planzung von Bäumen im Boden nicht möglich, weil gerade hier zu viele Versorgungsleitungen verlegt seien. Laut Ted Neumann hat man aber in der Jäckstraße seit mehreren Jahren ausgesprochen gute Erfahrungen mit Kübel-Bäumen gemacht.

GAL-Stadträtin und Denkmalpflegerin Petra Friedrich sah in der Kübel-Version außerdem einen Kompromiss im Hinblick auf den Denkmalschutz. Die Behörden hätten sich bisher immer gegen Bäume in der historischen Steinstraße ausgesprochen, die niemals begrünt war. "Auf eine mobile Begrünung wäre versuchsweise wohl nichts einzuwenden."

"Den ersten Baum spendiere ich!" versprach Christian Merz, und Ted Neumann berichtete, dass die IG bereits mit Erfolg auch weitere Geschäftsleute für ein Baum-Sponsoring gewinnen konnte. Eine Restfinanzierung in Höhe von ca. 1000 Euro pro Baum müsse dennoch die Stadt übernehmen. Aber hier sei das Geld gut investiert. Denn die Bäume sollen, wenn die Hoffnungen der IG-Mitglieder in Erfüllung gehen, den Weg bereiten für mehr Lust auf Schaufensterbummel, für Straßencafés und ein attraktives Geschäftsviertel rund ums Luitpoldeck. "Wenn es eine Perspektive gibt, sind die Geschäftsleute hier auch bereit, wieder in ihre Unternehmen zu investieren", davon ist Ted Neumann überzeugt.

Aber auch da waren sich alle einig: Der Durchgangsverkehr bleibt trotz Bäumen ein wesentlicher Standortnachteil. Sofort umsetzbare Maßnahmen für eine Verkehrsberuhigung schlug Christian Merz vor: Tempo 30, die Ampel-Grünphasen für Fußgänger verbessern und nachts die Verkehrsampeln an Kettenbrücke und Löwenstraße ausschalten, damit die Königstraße nicht mehr als "Beschleunigungsstrecke" genutzt wird. GAL-Stadtrat Peter Gack forderte, die für den Parksuchverkehr in der City verantwortlichen Parkplätze, z.B. an Holzmarkt, Schillerplatz und Promenade, aufzulösen und gezielt Park & Ride zu bewerben, das würde auch König- und Luitpoldstraße entlasten.